FRANK HAASE


Frank Haase - Triptychon "Cuxhaven Fahrrinne"

Lebenslauf


  • Frank Haase wurde 1968 in Iserlohn geboren und wuchs in Letmathe auf.
  • Während seines Designstudiums an der Bergischen Universität Wuppertal erhielt er seine künstlerische Grundausbildung durch die zweifache Documenta-Teilnehmerin Anna Oppermann und den Düsseldorfer Bildhauer Hagen Hilderhof. und nahm an Projekten unter Prof. Odo Klose (Buch "Faszination Automobildesign") und Prof. Ulrich Reif teil.
  • Zusätzlich studierte er BWL in Bochum und Business Economics in Breda (NL).
  • Er ist Mitbegründer des Designstudios „Taurus-Design“, hat an über 200 Designentwicklungen sowie Gebrauchsmustern und Patenten mitgearbeitet und bereits mehrere nationale und internationale Design- und Innovationspreise erhalten, zuletzt 2012 für sein "Brückenhaus", eine Architekturstudie beim Münchner Querdenker-Ideenwettbewerb "Traumhaus".
  • Seit 2004 betreut Frank Haase das Corporate Design eines deutschlandweit tätigen Unternehmens und arbeitet als freischaffender Künstler in den Bereichen Malerei, Plastik, Architektur- und Designstudien.

 

Auszeichnungen/Ausstellungen/Ausstellungsbeteiligungen

 

1993 Designpreis des Landes NRW, Essen

1994 Bayrischer Staatspreis, Nürnberg, München

1994 German Design, Taipeh, Tokio, Nagasaki

1994 German Design Innovations, Singapur

1995 + 1996 Design Innovations (Red Dot), Essen

1997 LG Electronics Design Competition, Seoul

1999 Design Innovations (Red Dot), Essen

2001 Designpreis des Landes NRW, Essen

2003 Vasa sacra, Essen

2008 Schattenbilder, Bochum und artfair europe, Bad Salzuflen

2010 Schattenbilder und Skulpturen, Lössel

2010 QR-Bilder, Landesgartenschau Hemer

2011 40 Jahre Galerie Kley-Jubiläumsausstellung

2012 1. Preis Querdenker-Ideenwettbewerb "Traumhaus", München

        (Architekturstudie "Brückenhaus")

2013 „Licht & Schatten“ Galerie am Stern, Essen-Rüttenscheid

2014 „Meer & mehr“ Galerie Kley, Hamm

 

Erste Einzelausstellung von Frank Haase in der Galerie Kley: 11. Mai - 17. August 2014

Werk


Frank Haases Wurzeln liegen im Design. Nach zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen, darunter mehrere Red Dot Awards des Design Zentrums Nordrhein Westfalen in Essen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Japan, Südkorea und Singapur, widmete er sich mehr und mehr der Bildenden Kunst. Seinen Bildern ist die Herkunft aus dem Design immer noch anzusehen, doch das Entscheidende dabei ist: Seinen eigenen Stil hat er längst gefunden.

Haase ist ein universeller Gestalter, nicht nur als international ausgezeichneter Designer und Grafiker, sondern auch als Maler. In unserer Ausstellung zeigen wir die Vielfalt seines künstlerischen Schaffens: Stimmungsvolle Bilder deutscher Insel- und Küstenlandschaften, Bilder von Industrie-Kultur, Architektur und Pflanzen in der von ihm entwickelten Schattenbildtechnik sowie QR-Art, grafische Arbeiten und Objekte.

 

Ein Sauerländer an der See

Ein Segelschiff nähert sich einer Boje an der Einfahrt nach Cuxhaven. Über den sich sanft

kräuselnden Wellen der Nordsee erstreckt sich ein scheinbar endloser, blauer Himmel, nur von leichten Schleierwolken durchzogen. Am Horizont schimmern die weißen Reihen der Windräder.

Eine Möwe zieht ruhig vorbei.

Mehrfach im Jahr zieht es den Künstler, Designer und Grafiker Frank Haase vom nordrhein-westfälischen Hemer aus an die norddeutsche Küste. Bei der Suche nach geeigneten Bildmotiven

sitzt er oft stundenlang auf dem Deich und wartet auf das richtige Licht und das richtige Segelboot. Erst wenn das Motiv die Stimmung und die Weite des Nordens ausdrückt, betätigt er den Auslöser.

In seiner Werkstatt im nordrhein-westfälischen Hemer werden die Motive dann bearbeitet.

 

Schattenspiel auf der Leinwand

Seit einigen Jahren arbeitet Frank Haase in der von ihm entwickelten Schattenbildtechnik.

In den so genannten Schattenbildern teilt der Künstler seine Bildmotive in zwei Ebenen, in eine schwarze Konturen- und in eine farbige Hintergrundebene. Auf einer Glasscheibe werden die Hauptthemen des Motivs als Fragmente, Silhouetten und Konturen in Schwarz aufgedruckt. Farben

und Stimmungen des Motivs - Landschaft, Meer, Himmel - werden mit Acryl- oder Ölfarben auf die Leinwand aufgebracht.

Durch einen Abstand zwischen den beiden Ebenen scheint die Glasscheibe vor dem Hintergrund zu schweben, die schwarze Konturenebene wirft einen Schatten auf den farbigen Hintergrund. Die Verbindung von Glas und Leinwand und das daraus resultierende Zusammenspiel von Licht und Schatten verleihen den Werken eine hohe räumliche Tiefenwirkung und machen Landschaftsdetails oder Strukturen von Gebäuden, je nach Lichteinfall, in besonderer Art und Weise sichtbar. Die Bildmotive vermitteln an sich einen Eindruck von Ruhe und Tiefe, durch das sich ändernde Schattenspiel sind sie durchaus lebendig und dynamisch. Es entstehen stimmungsvolle Bilder, die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen ihre Anmutung verändern, so wie es die norddeutsche Küstenlandschaft im Verlauf des Tages ebenfalls vermag.

 

QR-Art

Neben den Schattenbildern widmet sich Frank Haase den sogenannten QR-Codes, die er in Bilder und Plastiken integriert und zu Bildergeschichten und Animationen im Netz verlinkt. In diesem Rahmen realisierte er 2010 auf der Landesgartenschau Hemer mit insgesamt 24 Werken auf dem Freigelände das weltweit bislang größte QR-Art-Projekt.

Betrachter können die Codes mit ihren Smartphones scannen und gelangen so auf Webseiten, auf denen Grafiken, Animationen oder Illustrationen als weitere Bestandteile des Werkes hinterlegt sind. Frank Haases QR-Bilder bestehen also auch aus zwei Ebenen: aus einer fixen physischen und einer variablen digitalen.

Download
Presseartikel zur Vernissage der Ausstellung: Frank Haase - Meer & mehr
20140513 WA Nachbericht Vernissage Haase
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Filmbeitrag zur QR-Kunst von Frank Haase unter: http://www.youtube.com/watch?v=1bbl31zxzhQ