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Urban Art by PATRIZIA CASAGRANDA


AKTUELLER ARTIKEL ZU PATRIZIA CASAGRANDA IN DER "WELT AM SONNTAG"

Quelle: Welt am Sonntag

PATRIZIA CASAGRANDA IN UNSEREN AUSSTELLUNGSRÄUMEN

Modern, nachhaltig, engagiert – Die Urban-Art- und Upcycling-Künstlerin Patrizia Casagranda aus Krefeld sorgt mit ihrer unverwechselbaren frischen Kunst für Aufsehen in Europa und den USA. Die ehemalige Schülerin von Uecker und Lüpertz war bereits 2019 auf der Art Miami Basel vertreten und hat 2021 zwei Preise auf der Art Firenze sowie den Deutschen Kunstpreis erhalten. Ihre Portraits moderner Ikonen und indischer Müllsammlerinnen nebeneinander gestellt, sorgen für ein mitunter nachdenkliches Spannungsgefüge, aufrüttelnd und ästhetisch zugleich. Lernen Sie das künstlerische Anliegen der Krefelder Künstlerin mit italienischen Wurzeln im Interview kennen.

 

Anerkennung und Auszeichnungen

Die deutsch-italienische Künstlerin Patrizia Casagranda kann es kaum glauben. Innerhalb nur weniger Jahre hat sie bereits ein weltweites Kunstpublikum erreicht.

Viele Auszeichnungen und Nominierungen, die Teilnahme an internationalen Messen wie der Art Miami und zuletzt der Biennale in Florenz zeugen von ihrem Erfolg. Doch welches Geheimnis steckt dahinter?

Es scheint der Mix aus Motiv und Material zu sein. Für ihre Bilder verwendet die Krefelder Künstlerin Materialien wie alte Zelt- oder LKW-Planen, Wellpappe sowie ein Mörtel-Gips-Gemisch und kräftige Farbpigmente. Mit ihrer sogenannten Urban Art trifft sie den Nerv der Zeit. In Zeiten des Klimawandels sind Nachhaltigkeit und Upcycling in aller Munde und so ist auch Kunst aus recycelten Materialien mehr und mehr zum Thema geworden.

 

Diversity und Empowerment

Der Einsatz dieser morbide wirkenden Materialien bildet gewissermaßen einen Gegensatz zu den Frauenmotiven, welche sowohl modernen Ikonen wie Kate Moss oder Marilyn Monroe, aber auch unbekannten indischen Müllsammlerinnen, ein Gesicht geben. Sehr selbstbewusst und selbstverständlich werden diese Serien nebeneinander präsentiert.

Eine Reise nach Indien und die Beobachtung indischer Mädchen beim Sammeln von Müll zur Sicherung ihres Lebensunterhalts inspirierte die gelernte Designerin, Frauenmotive mit den Materialien zu kombinieren. In der Serie „Diversity“ hat sie diese Mädchen als Motiv und den Müll als Material verwendet. Ebenfalls starke Frauen bilden das Motiv in ihrer Serie „Empowerment“.

 

Die dritte Dimension

Eine tatsächlich dritte Dimension in ihren Bildern entsteht durch die kräftig leuchtenden Farbpigmente, die wie ein Raster aufgetragen werden und zusammen mit dem Material eine reliefartige Struktur bilden.

Ihrer jetzigen Technik vorausgegangen waren Collagen mit Fotos, die damals schon dreidimensionale Strukturen aufwiesen und den Alterungsprozess als Gestaltungsmittel aufgriffen. Fasziniert und inspiriert wurde Casagranda dabei von den jahrtausendealten Wandmalereien von Pompeji, die trotz einer erkennbaren Verwitterung von ihrer Schönheit nichts eingebüßt haben.

Im Interview gibt Patrizia Casagranda Auskunft über ihre künstlerische Inspiration und ihr soziales Engagement.

 

 

Die Ausstellung dauert bis zum 28.08.2022.

Patrizia Casagranda - auch virtuell besuchen!