ULLA HÖPKEN


Lebenslauf

 

Vita:

1943

in St. Goarshausen geboren

1965-68

3-jährige Ausbildung an der Staatlichen Glasfachschule in Hadamar

 

Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Stuttgart bei Prof. Brudi

künstlerisch beratend tätig im Tübinger Unternehmen Integrata

Glasgestaltungen für Kirche und Industrie/profane Architektur

seit 1975 freiberufliche Malerin
1984-87 1993-99

 

Vorstandsmitglied der Künstlergilde Hechingen

Vorstandsmitglied der Genossenschaft Bildender Künstler, Weimar

 

seit 1990 lebt und arbeitet sie in NRW, zunächst im Künstlerhaus Kenkmannshof
seit 2007

im eigenen Atelierhaus artur in Recklinghausen

 

seit 2005       kunstdidaktisch tätig

 

Betätigung im audiovisuellen Bereich

 

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland

Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen

 

Auswahl Ausstellungen:
Integrata Galerie: Tübingen, München, Düsseldorf, Münster / Galerie Runder Turm Sigmaringen / Paulus Galerie Albstadt / Hohenzollernhalle Bisingen / Kunstkreisgalerie Landshut / Münsterlandmuseum Burg Vischering Lüdinghausen / Landesvertretung Baden-Württemberg Bonn / Galerie Reimus Essen / Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden / Galerie Haus Opherdicke Unna / Hermann Grochtmann-Museum / ART Hamburg / Galerie im Cranachhaus Weimar/ Barmer Kunsthalle BKG Wuppertal / Galerie Kley Hamm / Galerie Haus Herbede Witten / Auf-GE-zäumt: Projekt Gelsenkirchen / Johanneskapelle Bielefeld / EOS-Zentrale Hamburg

Arbeiten im öffentlichen Raum und in Unternehmen:
Glasgestaltungen: Tübingen, Heidenheim, Horb, Recklinghausen
Malerei: Sparkasse Vest: Recklinghausen, Dorsten, Marl, Oberhausen, Datteln / Knappschafts-krankenhaus Recklinghausen / eon-Fernwärme GmbH Gelsenkirchen / Gestaltung des Foyers der EOS-Zentrale Hamburg / Rathaus Hannover / Beiersdorf AG Hamburg / Bundesagentur für Arbeit Essen


Ulla Höpken – SchauSpiel

 

Ausstellung in der Galerie Kley: 21.04. - 14.07.2013

 

Expressive Farbigkeit und lichtdurchflutete Kompositionen kennzeichnen die unverwechselbaren Bildwelten der Künstlerin Ulla Höpken. Das Rätselhafte und Geheimnisvolle ihrer erzählerischen Darstellungen regt den Betrachter zu eigenen Gedankenspielen an. Neben Landschaften und figurativen Szenen zeigen wir einen Bilderzyklus mit Adaptionen des Fotografen August Sander.

Wenn Ziegen, Karussells und ein Fotograf des frühen 20. Jahrhunderts in einem alten Bauernhaus aufeinandertreffen, handelt es sich um eine Ausstellung der Recklinghäuser Künstlerin Ulla Höpken in der Galerie Kley.

Uni-ver-sum, Öl auf Leinen 2013
Uni-ver-sum, Öl auf Leinen 2013

Die Malerin wählt ihre Motive nicht programmatisch aus, sondern folgt ihrer inneren Überzeugung. Ihr künstlerisches Anliegen ist eine Verschmelzung zwischen Realität und Fiktion ebenso wie eine Auflösung der Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt. Als Betrachter möchte man geradezu eintauchen in ihre erzählerischen Landschaften und Darstellungen und Teil der heiteren bis zuweilen verträumten Szenerien werden. Dort, wo Fantastisches und Rätselhaftes dominieren und Mensch und Natur eine magische Verbindung eingehen, ist kein Platz für logische Regeln von Licht und Schatten.

Ulla Höpken versteht sich daher auch als Lichtmalerin. Dieses Licht fächert sich in ihren farbstarken Kompositionen auf und verstreut sich so, als wenn das Dargestellte von allen Seiten beleuchtet werden oder aus sich selbst heraus leuchten will, seien es Landschaften oder figurative Szenen.

Ganz anders dagegen der Grundsatz des Fotografen August Sander: „In der Fotografie gibt es keine ungeklärten Schatten“. Fotografien Sanders kannte die Künstlerin bereits aus Kindertagen, doch schien es nach ihrem Kunststudium und Jahrzehnten freier Malerei keine Anzeichen für eine Annäherung ihrer eigenen Kunstauffassung an die Überzeugung des bedeutenden Fotografen zu geben. Doch seine inszenierten Bildreihen - Portraits, Familien- und Gruppenbilder -, die als Zeitdokumente das Ende traditioneller Werte vorausahnen und auf den Verlust von Einfachheit und Unschuld hinweisen, berührten die Künstlerin derart, dass sie einen eigenständigen Bilderzyklus als malerische Spiegelung des fotografischen Werkes August Sanders entstehen ließ – ihr jüngstes Projekt.

Alle Bildkompositionen beziehen sich auf die Jahre 1911 bis 1936. Einfache Menschen, unschuldige Kinder in dörflichen Strukturen aus einer von Traditionen und Idealen bestimmten Zeit werden zum Leben erweckt. „Ich habe Sanders Figuren adaptiert und auf meinen Bildern zu meinen eigenen gemacht“, sagt die Künstlerin. Herausgelöst aus ihrem starren Kontext der Schwarz-weiß-Fotografie und in einen neuen Zusammenhang und die typischen Lichtlandschaften mit ihrer großen erzählerischen Kraft gesetzt, steigert sich die geheimnisvolle Aura dieser Figuren. Aus der Momentaufnahme wird eine Geschichte.

Bis zum 14. Juli 2013 zeigt die Galerie Kley Bilder aus diesem Zyklus sowie die unverwechselbaren Lichtlandschaften und szenischen Darstellungen in einer Einzelausstellung der Künstlerin. Fehlen dürfen dabei weder Karussell, noch Ziege, zwei von zahlreichen Motiven, die aus den rund 40 Leinwandarbeiten in Öl rätselhafte Bildwelten entstehen lassen.