ELISABETH AXMANN


Lebenslauf


  • 1934                   geboren in Berlin
  • 1953 - 57           Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin bei Wolf Hoffmann, Hans Jaenisch                               und Karl Hofer
  • 1960/61             Studien im Atelier Johnny Friedländer, Paris
  • 1961                    Preis der Internationalen Triennale für farbige Grafik, Grenchen/Schweiz
  • 1961 - 1964        Arbeitsstipendium der Stadt Berlin
  • seit 1954            zahlreiche Gruppenausstellungen im In- und Ausland
  • seit 1969            lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hamburg
  • seit 1974             zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland, u.a. in der Galerie Kley
  • Editionen International Graphic Association/New York, Galerie Kley/Hamm, Westf., Frankfurter Kunstkabinett u.a.
  • Ankäufe: Museum of Modern Art/New York und Houston, Museum des 20. Jh./Berlin, Neuer Berliner Kunstverein, Altonaer Museum/Hamburg u.a.

Arbeiten von Elisabeth Axmann sind ständig in der Galerie Kley ausgestellt.

Werk


Seit vielen Jahren hat Elisabeth Axmann mit ihren technisch versierten Arbeiten ihre hohe Bedeutung für die Grafik behauptet. Pflanzen und Blumen als Motive werden für die Künstlerin zum Anlass für eine Malerei mit impulsiver Farbgebung und eine dynamische Verwendung der Fläche als wichtigstes Gestaltungselement. Als ein zentrales Thema Elisabeth Axmanns taucht das Blattmotiv in vielen Arbeiten auf. Der Beschäftigung mit dem Blattmotiv liegt die Faszination des Werdens und Vergehens zugrunde. Blattmotive werden dabei vorwiegend im Stadium ihrer vollen Reife gezeigt, mitten im Leben stehend.

 

Elisabeth Axmann ist eine "ordnende Künstlerin". Ihre Arbeiten sind strukturiert, durchdacht, durchkomponiert, nichts ist dem Zufall überlassen. Ihr Prinzip besteht in der Zuordnung von Struktur zur Fläche. Nicht frei wuchernde Formgefüge, die dem freien Wachsen in der Natur entsprechen würden, sondern abgeschlossene Formengruppen, die wiederum anderen Formengruppen gegenübergestellt sind, werden gezeigt, beim Bildaufbau Proportionen verschoben, bestimmte Bildelemente in den Vordergrund gerückt, vergrößert und dadurch besonders betont.

 

Früher standen Radierungen im Mittelpunkt ihres Schaffens, nicht verwunderlich, wenn man sich ihren Ausbildungsweg ansieht. Ihre bekanntesten Arbeiten aus früherer Zeit sind Farbradierungen, sparsam in der Farbgebung, die in einfacher Form Stillleben und Landschaften gegen horizontale oder vertikale Gliederung variiert. Später beschäftigte sie sich gleichermaßen mit der Aquarelltechnik und Ölkreide oder kombinierte verschiedene Techniken, immer aufgeschlossen für neue Experimente. Dabei bietet jede Technik ihre eigenen Ausdruckmöglichkeiten.

 

Bei vielen späteren Arbeiten ist eine zunehmende Stilisierung, Reduktion bis hin zur Abstraktion des jeweiligen Bildmotivs zu sehen. Dies ist besonders anschaulich bei den Bildern, die sich mit dergleichen Motivgruppe auseinandersetzen, wie z.B. ihre Reihe von Mohnbildern. Dabei ist bei den Radierungen der Mohn noch nahezu naturalistisch dargestellt, bei den Ölkreide-Arbeiten und Aquarellen jedoch auf die wesentlichen Merkmale reduziert. Die Farben der neueren Arbeiten sind so intensiv, kräftig, mutig und gewagt wie nie zuvor - ein Kräftemessen der Farben.

 

Im Jahr 1996 versuchte sich Elisabeth Axmann erfolgreich an einer Themenreihe, die eigentlich fern von ihren bisher bevorzugten Motiven steht. In einem projektbezogenen Zusammenschluss von vier Hamburger Malerinnen und Malern, dem "Heine Quartett", erarbeitete sie zum 200. Geburtstag Heinrich Heines den Radierzyklus "Ich bin verdammt, nur das niedrigste und thörichste zu lieben". Dieser Zyklus wurde bereits verschiedentlich erfolgreich ausgestellt, u.a. zum ersten Mal in Wolfsburg.

Unser Bestand (Auswahl)