LETZTE AUSSTELLUNGEN


Ein Werkstoff wird lebendig. Naturbelassen, bemalt, erleuchtet, geritzt, geschnitzt, gesägt... In unserer neuen Ausstellung „HolzART“ wird das Naturmaterial Holz auf künstlerisch vielseitige Weise in Szene gesetzt: Mit Holzmotiven, Holzschalen, Holzskulpturen, Holzschnitten bzw. Malereien auf Holz hauchen unsere Künstler diesem wertvollen Rohstoff neues Leben ein. Die Einzigartigkeit dieses Naturproduktes liegt auch in seiner Beschaffenheit. Wuchs, Farbe, Maserung und Struktur sind bei jedem Baum, jedem Holzstück einzigartig. Dies vermag jeder Künstler ganz unterschiedlich für sich zu nutzen.

 

Bernd Moenikes z.B. schafft mit handwerklichem und künstlerischem Geschick Figuren, Formen und Objekte aus massiver Eiche. Mit zum Teil schwerem Gerät ausgestattet, verwirklicht der aus Dortmund stammende Künstler vorlagenfrei seine oftmals lebensgroßen Holzunikate. In unserer Ausstellung können die Werke des Künstlers im Innen- und Außenraum bewundern werden. Zu Moenikes Werk gehören neben den formal reduzierten Figuren auch fein und detailliert ausgeformte Skulpturen. In unserer Ausstellung können Letztere als Gemeinschaftsprojekt mit dem ebenfalls aus Dortmund stammenden Künstler Günter Rückert bestaunt werden.

 

Humorvoll, überspitzt und zuweilen etwas bissig präsentiert Günter Rückert Skurriles aus dem Alltag. Auch die Bildtitel seiner Kunstwerke sind nicht immer ganz ernst zu nehmen. Rückert sucht bewusst nach provozierenden Titeln, mit denen er die Situationen auf seinen Bildern zu verstärken versucht. Diese Skurrilitäten sind in unserer Ausstellung nicht nur auf besagten Skulpturen des Gemeinschaftsprojektes von Günter Rückert und Bernd Moenikes zu begutachten, sondern auch auf kleinen bemalten Holztäfelchen sowie in seinen Holzkopp-Zeichnungen.

 

Die Gevelsbergerin Brigitte Riechelmann nähert sich der wichtigen Ressource Holz eher zwanglos, frei nach Picasso sucht sie nicht, sie findet. So bleibt in ihrer Installation „Ypsilonten“ die natürliche Form des Holzes erhalten. Hier ist es die Komposition der einzelnen Elemente, die in ihrer Gesamtheit ein besonderes Motiv offenbaren. Diese Art von Installationen im „Naturraum“ bzw. das Wechselspiel und die Symbiose von Kunstwerk und öffentlich-natürlichem Raum sind charakteristische Merkmale der sogenannten „Land-Art“. Landschaftskunst in abstrahierender Weise zeigen Riechelmanns kleine Malereien auf Holztäfelchen auf eigens gefertigten Ast-Staffeleien, und der Materialmix ihrer kleinen Skulpturen spiegelt ihre Neugier und Kombinationsfreude natürlicher Gegenstände wider, die Titel weisen auf Fernweh, Abenteuerlust und Entdeckerdrang hin.

Riechelmanns Ypsilonten machen sich wie die Beachies von Horst G. Loewel auf den Weg, sie alle sind auf der Reise, unterwegs, um zu finden, was wirklich wichtig ist.

 

Der Maler und Bildhauer Horst G. Loewel ist der phantastisch-surrealistischen Kunstrichtung zuzuordnen. Sein zentrales Thema ist die Umwelt. Der Künstler kombiniert bei seiner Arbeit bildhauerische und malerische Elemente. Eine seiner Passionen ist der Umgang mit Zedernholz. Dabei bevorzugt er angeschwemmtes Treibholz, das er, soweit möglich, in seiner von der Natur geschaffenen Form belässt, um es letztlich zu bemalen. In diesem Zusammenhang entstanden die sogenannten Beachies und Fische – farbenfroh bemalte Holzfische, welche stehend oder frei hängend ein Stück nur vom Künstler berührte Natur darstellen. Loewels malerisches Werk zeigt im Wesentlichen kosmische Landschaften, die voller Symbolik sind. Diese Merkmale lassen sich auch in dem Kunstwerk „Schrein der vier Elemente“ wiederfinden. Es sind Visionen einer traumhaften, irrealen Welt, dargestellt mit unbegrenzter Phantasie.

 

Kunst im öffentlichen Raum spielt auch bei der Künstlerin Monika Nelles eine Rolle. Die Krefelderin betrachtet in Ihren Werken Menschen, Gegenstände, Situationen und Gegebenheiten aus einem andersartigen und überraschenden Blickwinkel. Ihre Kunst bindet für uns "Alltägliches" in einen neuen Kontext und fordert den Betrachter auf diese Weise heraus, konventionelle Sicht- und Denkweisen zu überwinden. Mit ihrem künstlerischen Schaffen eckt Monika Nelles an und sorgt auf diese Weise für interessante Diskussionen über die Inhalte ihrer Werke und über Kunst im Allgemeinen. Vor allem Ihre Titelgebungen sind maßgebend für ihre Bilder, Objekte und Installationen. Besuchen Sie ihre „Soundbox meiner Stille“. Auch hier trägt der Raum im Freien unmittelbar zur Wirkung des Kunstwerkes bei. So ist es das durch das verschieden farbige Fenster eintretende Licht, welches den Besucher der Soundbox im Inneren mit Farben durchflutet. Diese werden regelrecht aufgesogen und sorgen für eine besondere Gefühlsintensität und ein „In-sich-gehen“. Die „kleineren“ Holzarbeiten der Künstlerin zeigen ebenfalls eine ganz eigene Auseinandersetzung mit dem Thema Holz. Sie setzen vor allem charakteristische Merkmale dieses Naturproduktes in Szene.

 

Was hat Holz mit Stein zu tun? Beantworten werden Ihnen diese Frage die beeindruckenden Bilderwelten von Christoph Pöggeler. Denn in seinen farbintensiven Lithografien verbinden sich Motive und Figuren auf einzigartige Weise mit dem Element Holz. An dieser Stelle sei gesagt, dass es manchmal auch hilft an ein Bild näher heranzutreten, um Feinheiten und Muster wahrnehmen zu können.

 

Auch Veronika Olmas sogenannte Schattenboxen, welche durch eine perspektivisch ausgeklügelte Bemalung auf Holzkästen hervorstechen, oder Frank Haases dynamisch-lebendige Schattenbilder präsentieren das Thema Holz aus einem innovativen Blickwinkel.

 

Neben Skulpturen, Objekten und Installationen ist ein weiterer wichtiger Bereich zum Thema Kunst und Holz die graphische Technik – genauer gesagt die Herstellung von sogenannten Holzschnitten. Holzschnitte stellen die älteste drucktechnische Form der Vervielfältigung dar. Bei diesem Hochdruckverfahren werden jene Teile aus dem 2-5 cm dicken Holzstock weggeschnitten, die nach dem Abdruck auf dem Papier nicht sichtbar sein sollen. Die ältesten erhaltenen Holzschnitte stammen aus dem 8. Jh. aus Ostasien. In größerem Umfang wurde der Holzschnitt erst nach der Verbreitung des Papiers in Europa gebräuchlich (gegen Ende 14. Jh.).

 

In unserer HolzART-Ausstellung zeigen wir eine kleine Auswahl an farbigen Holzschnitten von Heinz Stein. Das Leben, die Poesie und die Schönheit der Natur sind ihm ein Anliegen. Der 85-jährige Gelsenkirchener schuf bis heute über 2000 Holzschnitte und Farbholzschnitte, die bereits auf allen Kontinenten ausgestellt wurden. Außerdem hat er vor kurzem erst seinen 108. Aphorismenband vorgestellt.

 

Im Galerieeingang können Sie bereits Jockel Reisners Appell für den Frieden betrachten. Seine afrikanische Friedenstaube schwärmt in leuchtender Farbigkeit aus, um auf der Welt ihre Botschaft zu verbreiten. Und seine tiefe Verbundenheit zu Hamm stellt der großartige Autodidakt mit den Wassertürmen unter Beweis. All seine Werke besitzen eine ausdrucksstarke Expressivität und hohe Symbolkraft, mitunter sind seine Themen, wie man so schön sagt, starker Tobak.

 

Der Bochumer Künstler H.D. Gölzenleuchter thematisiert in seinen zum Teil großformatigen Holzschnitten den Menschen. Zwischenmenschliche Begegnungen, Liebe, Hass, Freude, Trauer – der Mensch ist facettenreich, wie das Leben selbst. Der Mensch ist Teil der Natur, positiv wie auch negativ, zerstörerisch. Diese Verbundenheit wird durch Titel wie „Im Holz gefunden“ oder „Frau-Baum“ deutlich. Neben der Tatsache, dass es sich bei jedem Holzschnitt um einen Unikatdruck handelt, ist die Besonderheit in dieser Ausstellung auch die Möglichkeit die passenden Druckstöcke zu den jeweiligen Holzschnitten erwerben zu können. Auf eindrucksvolle Weise lässt sich hier ein Stück des Entstehungsprozesses nachvollziehen.

 

Ein prägendes Vorbild für Gölzenleuchter war HAP Grieshaber. Dieser erneuerte nach dem Zweiten Weltkrieg den Holzschnitt und entwickelte ihn zum eigenständigen, monumentalen Wandbild. Während der Diktatur des Nationalsozialismus konnte der links orientierte Künstler nur im Verborgenen künstlerisch arbeiten. Dennoch entstand bereits in dieser Zeit ein beachtliches Holzschnittwerk. Seine Themen spannen sich von der Flora und Fauna der Schwäbischen Alb über Liebespaare, religiöse und mythologische Darstellungen bis hin zu politischen, sozialen und ökologischen Fragen. Im Zentrum seines Werks standen dabei stets der Mensch und die Menschenwürde, wofür er sich engagierte, wann immer es ihm nötig erschien.

 

Der aus Erlangen stammende Künstler Gerd Kanz zeigt in unserem Kaminzimmer faszinierende Abstraktionen, welche an florale Motive und Naturphänomene erinnern. Die Besonderheit seiner reliefartigen Holztafeln und -skulpturen liegt im raffinierten Zusammenspiel von pulsierenden Farben und einer außergewöhnlichen Oberflächenstruktur. Seine Arbeiten sind ein visuelles Erlebnis, aufregend und experimentell.

 

Einen Kontrast hierzu bilden die ebenfalls im Kaminzimmer ausgestellten sanft-zurückhaltenden Arbeiten der Hannoveranerin Antje Wichtrey. 6 Farbholzschnitte, von Hand auf dünnes Japanpapier gedruckt, geben Ausschnitte aus dem Hohelied Salomons (aus dem AT) wieder. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von zärtlichen, teilweise explizit erotischen Liebesliedern, in denen das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender geschildert wird. Ebenso leicht und poetisch wirken Wichtreys bemalte Druckstöcke. Sie zeigen den Abschluss einer vorausgegangenen Auflage an Holzschnitten und wurden von der Künstlerin zu eigenständigen Kunstwerken umgewandelt.

 

Im gesamten Ausstellungsraum unseres Erdgeschosses können weiterhin die fein gearbeiteten Drechsel-Arbeiten der Künstler Holger Hinrichs und Hartmut Lobert bestaunt werden. Wunderbare Holzobjekte aus Eiche, Ulme, Olive und vielen anderen Hölzern sind zu Schalen, Gefäßen und Objekten gearbeitet worden. Die Verarbeitung und der Umgang mit dem organischen Material zeigt die Erfahrung und Kenntnis der Künstler, um die Schönheit dieser Naturprodukte auch dauerhaft zu erhalten. Berühren und anfassen erlaubt. Ein Highlight sind die ungewöhnlichen Objekte aus dem Meer von Christine Wenzhöfer, einer besonderen Drechslerin, die eine ebenso besondere Technik für sich erarbeitet hat. In einer Kombination aus Drechseln, Fräsen, Sandstrahlen und Colorierung zeigt die Künstlerin fein gearbeitete Muscheln aus Mammutbaum, deren Titel auch Raum für die eigene Phantasie lassen.

 

Eine Seltenheit stellt sicherlich die Holzblume von Otmar Alt dar. 1976 im Schwarzwald gefertigt, nimmt dieses Objekt sicherlich im Oeuvre des Künstlers eine Ausnahmestellung ein. Wunderschön.

 

Schließlich zeigen wir zwei Werke von Hans Schmitt. Der Autodidakt arbeitete zunächst unter anderem als Kuhhirte, Bäcker, Waldarbeiter und Gemeindediener. Kurz vor Kriegsende verlor er seinen rechten Arm. 1969 schuf er erste Plastiken. Seine Werkstoffe waren aus Bauschutt zusammengetragenes Trümmerholz, Bretter und andere Materialien, aus denen er skurrile Menschen- und Tierplastiken schuf. Die unverbildeten, naiven Arbeiten des Bildhauers werden der Sculpture Brute zugeordnet.

Pioniere der Moderne


Kleylight


Das Thema LICHTKUNST ist seit einigen Jahren immer mehr in den Fokus von Museen und Galerien gerückt. Viele Künstler haben sich hingegen schon recht früh mit diesem spannenden Ausdrucksmittel auseinandergesetzt. Als einer der wahren Lichtkunstpioniere gilt dabei Otto Piene der Gruppe ZERO. Die bei der Gruppe „ZERO“ vorherrschende Idee war ein von der Ebene „Null“ ausgehender kompletter Neubeginn in der Malerei und die Einbeziehung von Licht (und Schatten) sowie – für Piene – auch von Feuer. Piene entwarf unter Bezugnahme auf elementare Naturenergien Lichtballette und Rauchbilder. Außerdem schuf er aufgrund seiner intensiven Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung Luft- und Lichtskulpturen.

 

In dieser Ausstellung nun präsentieren wir 9 verschiedene Künstlerinnen und Künstler, die sich seit langem schon mit Lichtkunst beschäftigen bzw. bei denen die Lichtkunst fester Bestandteil ihres künstlerischen Repertoires ist.

Hans Geipel, 1927-2007, konstruierte in 30 Jahren rund 1200 kinetische Objekte aus den Grundformen Quadrat, Kreis und Rechteck. Metall, Licht, Spiegel und Computergrafiken sind sein Material. Sein Leitmotiv ist die der Bauhaus-Tradition verpflichtete Vorstellung, dass die Idee Klarheit gewinnen muss, ehe sie Form wird. Geipels Objekte nannte er selbst »Maschinen der Meditation«.

Barbara Althoff aus Köln. Das Plüschige ihrer Arbeiten hat es in sich, denn die Spiralen sind nicht nur vordergründig als ästhetische Formen zu verstehen, sondern gehen in die Tiefe dank einer weiteren Symbolebene. Entstanden aus der Auseinandersetzung mit dem Thema „Sucht“ ist die Spirale gleichzeitig ein Symbol für das "Hineingezogenwerden". Das kann sich auf die gerne bagatellisierten Süchte wie Kaffee, Kippen und Schokolade beziehen oder eben auf Alkohol und andere Drogen. In die Tiefe geht auch ihr Werk „Überunterwasser“. Schwämme und zweifarbig schimmernder Stoff bieten dem Betrachter in Kombination mit dem Licht ein Spiel mit der Dreidimensionalität.

Richard Cox aus Soest bringt mit seinen Black Boxes, Stripeys oder Ziggys strahlende Lichtobjekte in die Galerie. Seine Lichtobjekte sind klar, die Farben durchscheinend und anziehend, an ihnen geht kein Blick vorbei. Wollte man die Kunstgeschichte zu Rate ziehen, könnte man Anleihen beim so genannten Orphismus oder orphischen Kubismus nehmen, eine aus dem Kubismus entstandene Kunstrichtung, in der Farben sich als Simultankontraste überlappen und gegenseitig verstärken. Draußen zeigt uns Richard Cox mit der Waterlily und der Gartenfee, wie auch der Winebar und dem Flaschenbaum weitere Beispiele seiner guten Ideen.

Martin Jepps Fotografien, die wir im letzten Jahr erstmalig hier ausgestellt haben, erkennen Sie stets durch die malerische Unschärfe, die von einem einzigen scharfen Punkt aus startet. Diese Stimmungen eignen sich hervorragend als Basis für Lichtobjekte. Eine Kombination, die wir zusammen mit dem Künstler entwickelt haben.

Gerhard Zipp, Lichtdesigner aus Mönchengladbach begeistert vor allem mit seinen Glaslinsen. Spiegelungen, Reflexionen, das Durchscheinen und die Durchdringung von davor und dahinter sind hier dominant. Zum Nachlesen und Nachdenken regt seine Arbeit „monden“ an, die einen Bezug zu Rainer Maria Rilkes Gedicht nimmt.

Horst Relleckes Objekte sind nicht zwangsläufig auf Licht angewiesen, um als Kunstwerk in Erscheinung zu treten. In erster Linie sind sie Skulpturen bzw. 3D-Objekte, wo das Licht als 4. Dimension hinzukommt. Der Mutationsmeiler und natürlich der Rellecke-Elefant sind großartige Objekte. 

Angelika Jelich aus Münster überzeugte uns schon im Frühjahr mit ihren Werken in der Ausstellung „Does beauty make happy“. Sie nahm diese KLEY-LIGHT-Ausstellung zum Anlass, weitere Lightboxes zu entwickeln und entstanden sind fröhliche, freche Arbeiten mit positiv besetzten Aufforderungen wie „Light my fire“ bzw. “Love me tender“ oder eindeutige Botschaften wie „Happiness“ oder „Our dreams come true“, die uns sagen, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Christiane Kling kombiniert Alltagsgegenstände bzw. z.B. Umverpackungen mit Licht und entwickelt daraus völlig interessante neue eigenständige Objekte, die sie vortrefflicherweise RecyKlings nennt. Ihre filigranen Mobiles, Fire and Water mit eigens hergestelltem Keramikfuß, beginnen ihre Rotation, sobald die Luft durch das warm werdende Leuchtmittel nach oben strömt. · Dasselbe Prinzip wird bei Kundalini sichtbar. Aus dem Sanskrit für Schlange, „Schlangenkraft“ bezeichnet eine in tantrischen Schriften beschriebene ätherische Kraft im Menschen. Der Glasaufbau ist in Hand- bzw. Mundarbeit entstanden, die Künstlerin konnte in der Glasbläserei dem Entstehungsprozess beiwohnen. 

Die Krefelder Künstlerin Monika Nelles fordert den Betrachter wieder einmal sehr stark heraus. Diesmal mit Eislöffeln. Ihr Kronleuchter „Zeitzeugen“ und auch die Objektkästen rücken quasi Belangloses, Wertloses in den Blick und verleihen den verwendeten Gegenständen eine Bedeutung, die sie normalerweise im Alltag nie erfahren würden. Da ist z. B. das „Goldstück“, ein mit Blattgold gestalteter Pflaumenkern oder das goldenen Kuchentablett, Dinge, denen Monika Nelles gerne zu neuer Wertigkeit verhilft.

Der Hammer Drechsel-Handwerker Hartmut Lobert begleitet die Ausstellung mit seinen wunderbaren Holzobjekten, bei denen es sich um ausgefallene Modelle aus Eiche, Buche, Esche und vielen anderen Hölzern handelt.

 

Ausstellungsdauer: 30.11.2018 - 10. März 2019

XL- Das große Format


Große Emotionen brauchen zuweilen eine große Bühne, einen offenen Raum. Da liegt es für den Künstler nahe, ein großes Format zu wählen. Ein anderer Umgang mit dem Material, ein mutigerer Duktus, ein extensiveres Arbeiten werden möglich. In ihrer Ausstellung „XL – Das große Format“ präsentiert die Galerie Kley auf zwei Ebenen ca. 50 Exponate im XL Großformat. Die Bilder umfassen dabei Maße von 0,40 x 1,20 m bis 2,00 x 1,60 m. Neben beliebten Galerie-Klassikern wie etwa Werken von Christo, Trökes oder Quinte zeigen Künstler wie Behrendt, Frosting, Herrmann oder Rellecke aktuelle Arbeiten. Farben, Formen und Motive ziehen den Betrachter durch den großen Raum in faszinierende Bilderwelten und weiten seinen Blick. Entdecken Sie etwa die klare und konkrete Kunst von Lothar Quinte, collagenhafte Erinnerungsfragmente von Salvo Pastorello und fantastisch-surreale Welten von Horst G. Loewel. Tauchen Sie ein in das minuziös und detailliert gearbeitete Märchenbild von Falko Behrendt. Ebenso träumerisch erscheinen Ulla Höpkens abstrahierte Figuren in leuchtender Farbigkeit. Und während Künstler wie Leif Skoglöf und Patrice Jacopit den Betrachter durch ihre spirituell und meditativ anmutenden Darstellungen dazu veranlassen, in sich zu gehen, werden die Emotionen durch Farben und Formen in den Werken von Wilhelm Frosting, Ingeborg Porsch und Siegrid Denkhaus wie in einem Befreiungsschlag im weiten Raum manifestiert – abstrakt, expressiv und lyrisch. Die Galerie Kley bietet allen Besuchern die Möglichkeit, sich in den Details und Einzelheiten der verschiedenen Kunstwerke zu verlieren, die auf breiter Fläche ein harmonisches Ganzes ergeben. Die repräsentative Wirkung der großen Formate lässt sich hervorragend auf den Wohn- oder Geschäftsraum übertragen und bereichert diesen auf eindrucksvolle Weise.

 

Ausstellungsdauer: 30. September - 25. November 2018


 Does beauty make happy?

 Angelika Jelich: Malerei, Transparencies, Collagen und Fotografien

Die Künstlerin Angelika Jelich, die in Münster und New York lebt, bevorzugt in ihrer Kunst das Heitere und Positive. Und dennoch fordert sie den Betrachter mit ihren unterschiedlichen Werkgruppen heraus, sei es durch die ungewöhnliche Kombination verschiedener Materialien oder durch provokante Fragestellungen. Ob florale Ästhetik oder urbane Alltagskultur - ihre farbintensiven Arbeiten machen neugierig.

 

Die sogenannten Transparencies sind dabei eine Besonderheit im Śuvre von Angelika Jelich. Ein zumeist fotografisch gestalteter Hintergrund wird mit unterschiedlich colorierten, transparenten Farbfolien kombiniert. Durch die Anordnung von verschiedenfarbigen Streifen entsteht die Illusion eines durchlässigen Bildraumes. Diese Bilder sind geprägt von Jelichs regelmäßigen Aufenthalten in den USA, vorrangig New York. So erscheinen z.B. bekannte Gebäude wie das Flat Iron Building oder die Brooklyn Bridge, die durch den Einsatz der farbigen Folien eigens in Szene gesetzt werden. Darüber hinaus werden bekannte Persönlichkeiten der amerikanischen Kultur mit Statements wie „I have a secret“ oder „Enjoy life – be happy“ zu künstlerischen Bildeinheiten verbunden, die mitunter zum Nachdenken auffordern. Parallelen zur Pop Art sind durchaus zu ziehen.

 

In Jelichs Malerei dominieren florale Abstraktionen. Hier sind es vor allem die großen Formate, die eine gewisse Lebhaftigkeit und Leichtigkeit, gepaart mit farbharmonischer Verspieltheit ausstrahlen.

 

Weitere Werkgruppen sind Collagen und Fotografien auf Acrylglas. Angelika Jelich bleibt auch hier ihren floralen bzw. urbanen Motiven treu, deren Arrangements ungewöhnliche Bildrealitäten hervorrufen. Insgesamt werden knapp 50 klein- und großformatige Arbeiten gezeigt.

 

Ausstellungsdauer: 10. Juni - 23. September 2018


Frauenbildnisse - „Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan“ (aus Goethes Faust II)

Frauenbildnisse sind seit jeher ein klassisches Motiv in der bildenden Kunst. Ob elegant und sinnlich oder gar witzig und verspielt - in ihren Portraits, Aktdarstellungen und Rollenbildern widmen sich Künstlerinnen und Künstler den verschiedensten Darstellungsformen dieses facettenreichen Themas. In unserer Ausstellung zeigen wir Malereien, Zeichnungen und Grafiken, ebenso Fotografien und Skulpturen.

 

Ausstellungsdauer: 25. Februar – 3. Juni 2018


KLEINES FORMAT

UNIKATE - GRAPHIKEN - FOTOGRAFIEN - COLLAGEN - OBJEKTE

Ausstellungsdauer: 26.11.2017 - 11. Februar 2018

 

Für jeden Künstler ist es immer eine große Herausforderung, im kleinen Format zu arbeiten. Von der Hosentaschen-Ausstellung bis zum Bildmaß 40 x 40 cm präsentierten wir in Petersburger Hängung Werke regional, national und international bekannter Künstler. Insgesamt zeigte die Galerie Kley kleinformatige Werke von über 70 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern, die Namhaftesten darunter u. a. Armin Mueller-Stahl, Joseph Beuys, Miró, Heinz Trökes sowie James Rizzi, Horst Rellecke und Otmar Alt.


MIT DER LINSE GEMALT - Fotoarbeiten für die Seele von Martin Jepp

Ausstellungsdauer: 17. September - 19. November 2017

Unscharf und zum Teil schemenhaft sind unsere Erinnerungen an flüchtige, vergangene Momente. Wir verbinden kein klares und scharfkantiges Bild mit diesen Augenblicken, sondern Gefühle und Emotionen. Der aus Hamm stammende künstlerische Fotograf Martin Jepp vermittelt genau dies mit seinen limitierten Fotoarbeiten.

 

Die Besonderheit der Bilder liegt in ihrer Entstehungstechnik: Die Fokussierung auf eine multiperspektive Kameraführung, die den Standpunkt des Betrachters bricht und ihn scheinbar in die entstehenden Bildebenen zieht. So irritiert und gegen die gewohnte perspektivische Logik im Sehen gezwungen, wird der Betrachter in die malerische Bildwelt verführt.

 

Die digital unbearbeiteten Motive zeigen abstrakte Darstellungen von Räumen, Landschaften, Gebäuden und Menschen – zeitlos und modern. Die Fotoarbeiten sind dabei unaufdringlich, wertneutral und strahlen eine angenehme Ruhe aus, die zum längeren Verweilen einlädt.

 

Die seriellen Fotografien eignen sich hervorragend für die Ausstattung öffentlicher oder privater Räume. Maße und Formate sind individuell anpassbar, ebenso die Art und Weise der Präsentationsform. Ein Original-Fotoabzug kann in matter oder glänzender Ausführung hinter hochwertigem Acrylglas auf eine qualitätvolle Alu-Dibond Trägerplatte befestigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit die Fotografien durch einen LED-Leuchtkasten darzustellen. Erstklassig geeignet für schlecht belichtete Räume, vereint der Lichtkasten Funktionalität mit Design und Kunst.

 

Fotografien von Martin Jepp sind dauerhaft in unserer Galerie vertreten und ausgestellt.